Live Blogging: Spartak Moskau gegen Vityaz Chekhov

Das Spiel kann man live bei Laola.TV (29.08.13, 12:30) verfolgen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Stream keinen Geo-block hat.

Aber wieder einmal habe ich keine Ahnung, um was für ein Spiel es sich handelt. Laola schreibt was von wegen „Moskau Mayor Cup“. Im Zweifelsfall sage ich einfach mal: Saison-Vorbereitung.

1. Drittel:

Die bunten Sitzschalen sind fast leer und ich bin mir zuerst nicht sicher, ob der Stadionsprecher vielleicht nur gerade einen Testdurchgang macht, aber nein, jetzt rattert er die Aufstellung runter. Auch die betrunkenen Gesänge einiger Fans sind zu hören, die sitzen aber definitiv nicht auf der Gegentribüne, die praktisch leer ist. Leider lässt auch die Qualität der Laola-Übertragung zu wünschen übrig, das Bild ist nicht gerade scharf und die Tonspur ist etwa eine Sekunde langsamer als das Bild.

Vityaz fängt gut an, gerade die Hintermannschaft gefällt mir gut. Die Pässe sind schnell und sicher. Spartak schießt aber das erste Tor, wahrscheinlich nur, um mich zu widerlegen. Der Torwart von Spartak ist beim Rückspiel geradezu gefährlich weit vorne zu finden. Vityaz gibt die Scheibe an der blauen Linie zu leicht ab, dennoch geht die Spielrichtung eindeutig in Richtung Tor Spartak. Der Torwart von Vityaz wird in der letzten Hälfte nicht so richtig gefordert.

Zwischendurch zeigt die Kamera einen Mann, der eine getigerte Katze auf dem Schoß hat und diese streichelt. Ob das die Stadionkatze ist, die sonst in den Katakomben Mäuse fängt?

Nach vier Bullys in Folge, die Spartak trotzdem nicht in eine echte Torchance umwandeln konnte, hat Vityaz durch einen Break-away kurz die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch der durch den Angriff entstandene Kontor wird von Spartak zum 2:0 genutzt.

Vityaz könnte etwas mehr Forechecking einsetzen, das sieht alles einfach zu harmlos aus. Die Folge ist, dass ihr Torwart (Lisutin) nun häufiger gefordert wird (und ich mir demnach auch seinen Namen merken konnte). Vityaz bekommt nun ein Power Play (erste das zweite im Spiel), im Stadion wird Banjo-Musik gespielt. Das PP entpuppt sich auch als Trickkiste. In der Neutralen Zone wird der Pass eines Vityaz Spieler abgefangen und Spartak setzt noch mal an, aber die Zeit ist fast runter und der Weitschuss Spartaks ist harmlos.

ende erste periode

(Das Ergebnis meiner .gif Fertigkeiten und eine gute Möglichkeit, dem Zamboni hinterher zu schauen, sich über die Legosteine der Tribüne zu wundern oder im russischen Wörterbuch nachzuschlagen. Die Wahl überlass ich euch!)

2. Drittel

Das Penalty muss noch zuende gespielt werden. Beide Mannschaften sind auch mit Feuereifer aus der Kabine gekommen. Das Spiel wird jetzt etwas ruppiger. Ein Penalty gegen Vityaz wird vom so abgestraften Spieler mit Unglauben quittiert. Ich bin mir auch nicht so sicher, was das jetzt war. Eventuell hat er das Spielgerät des Spartakspielers weggeschlagen?

Dann wird das Spiel unterbrochen. Zuerst dachte ich, es handelt sich um ein Time-out, dafür dauert es aber zu lange. Vielleicht musste irgendwas repariert werden? Könnte auch eine Werbepause fürs russische Fernsehen sein. Nach erneutem Bully gibt es wieder die Überzahl für Vityaz. Die sind im Spielaufbau einfach zu harmlos, oder um es mal positiv zu formulieren: Spartak ist gut im Penatly Killing. Da wird noch in der neutralen Zone von Vityaz forgecheckt, so dass Vityaz es kein einziges Mal in den zwei Minuten schafft, auch nur in die Nähe des Spartak-Tors zu kommen, geschweige denn einen Torschuss abzugeben. Das dicke Ende kommt dann, als Spartak wieder vollzählig ist und den ersten Angriff gleich zum 3:0 nutzt.

vit spartak drei null

Vityaz ist mittlerweile bedient. In kurzer Folge wird ein Spartak-Spieler und zwei Vityaz-Spieler in die Kühlkammer geschickt. Folge ist ein 3 zu 4. Als es wieder 4 gegen 4 lautet, schafft Vityaz eine schön anzuschauende Kombination über das halbe Spielfeld, aber der Torschuss ist schwach (oder der Spartak-Torwart zu gut?).

3. Drittel

Es ist eine gute Minute gespielt, als das 4:0 für Spartak fällt. Dabei handelte es sich um einen Bandenschuss ins lange Eck. Vityaz hat die Schnauze voll. Sieht alles nicht so rosig aus, doch dann, wie aus dem Nichts, gelingt ihnen das 4:1. Und das nach einigen Fehlern aus den eigenen Reihen (obwohl die vielen abgefangenen Pässe schon gar nicht mehr erwähnenswert sind). Die nächste Chance hat dann Vityaz (88), der frei vorm Tor zum Schuss kommt, die Chance aber nicht nutzt.

Danach schafft es Vokuhila (Andrei Sergeyev) eine Penalty wegen Hakens rauszuschinden. In den folgenden Minuten gibt es noch mehr Torchancen von Spartak. Bei den Break away Versuchen von Vityaz fehlt die Schnelligkeit. Da müsste der Mitspieler mitgehen, aber das passiert nicht schnell genug.

Vityaz erhält in den letzten Minuten noch einmal die Möglichkeit, zumindest den Abstand zu verkleinern. Ihnen werden zwei Penaltys zugestanden. Bei der ersten bin ich mir nicht sicher, was es war (Haken?), die zweite ist das Werfen des Pucks, als der über die Köpfe der Spieler flog. Das PP ist dann eine Übung im Ausharren. Vityaz spielt von links unten nach rechts oben und wieder zurück, aber so richtig ans Tor kommen sie nicht. Als fünf Minuten vor Schluss alle wieder vollzählig sind, fällt auch noch das 5:1. Der Sack ist zu, Vityaz ist bedient, ich auch.

Wenn der Stream nicht so schlecht wäre, hätte ich das Spiel sicherlich mehr genossen. Von der Spielqualität für ein Vorbereitungsspiel aber nicht schlecht.

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