Wer eine Reise tut…

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Am Sonntag, 9.9.13 absolvierte Admiral das zweite Spiel seiner ausgedehnten Auswärtsfahrt. Wer noch keine eigene Arena hat, lernt jetzt eben die der anderen Arenen kennen. Ich glaube, es sind insgesamt sieben Auswärtsspiele, die Admiral überstehen muss. Für den Zusammenhalt im Team kann aber soviel gezwungenes Beisammensein nur gut sein.logo sibir novosibirsklogo admiral vladivostok

Zu Gast waren sie diesmal bei Sibir Novosibirsk. 3700 schlappe Kilometer und drei Stunden liegen zwischen Novosibirsk und Vladivostok. Aber das Schlimme ist, dass nur Amur Khabarovsk (650km) und Metallurg Novokuznetsk (3450km) näher dran sind.  Nach Moskau sind es 6420 km, nach Prag (der westlichsten Stadt) ganze 8020 km und neun Stunden. Man kann bei Novosibirsk fast von einem Kurztrip sprechen. Ich werde mal Buch darüber führen, welche Strecke Admiral auf ihrer ersten Auswärtsfahrt zurückgelegt hat.

Im zweiten Spiel traten eine Defizite im Spiel von Admiral zutage. Aber für eine Mannschaft, die aus Koffern lebt und in der Zusammensetzung noch nie miteinander gespielt hat, schlagen sie sich wirklich gut. Insgesamt würde ich den Stil Admirals als körperbetont bezeichnen.

Leider hat Admiral häufig den Puck verloren und Sibir Kontermöglichkeiten gegeben. Lundström hat aber 38 Schüsse gehalten. Im ersten Drittel gab es jede Menge Strafen, aber kein Tor. Face-offs waren Sache von Nikitenko (15) und Schütz (55). Felix Schütz wurde richtig gefordert. Zum Ende der ersten Periode, als Admiral ein 5 zu 3 (eine Minute später 4 zu 3) abarbeiten musste, waren er, Poleshchuk (47) und Todd (4) auf dem Eis.

Das erste Tor fiel durch Kugryshev (SIB, 18), weil der hochgefährliche Koskiranta (SIB, 40) zwei Admiralverteidiger auf sich zog. Kostromitin (ADM, 65) behinderte eventuelle auch die Sicht von Lundström.

Das Spiel war sehr bandenorientiert. Besonders Pervushin (ADM, 17) war dort beim Stockfischen zu beobachten. Das gilt auch für Shumakov (SIB,7).

Das 1:1 habe ich dank Streamproblemen verpasst. Ugarov (ADM, 18) hat’s allein reingehauen.

In der dritten Periode musste ich leider notieren, dass Sibir einfach besser aussieht. Einige brenzlige Situationen (Stichwort: abgefangener Pass) haben mich jedenfalls hochschrecken lassen. In der Abstimmung läuft es bei Admiral noch nicht rund. So hat ein Verteidiger den Puck hinterm Tor abgelegt, um einen neuen Spielaufbau zu starten, aber noch bevor der zweite Mann den Puck erreichte, konnte ein Sibirspieler den Puck stehlen. Dass da kein Tor fiel, grenzte schon an ein Wunder. Das 2:1 fiel nach einem Kontor, der mit einem gestohlenen Puck in der neutralen Zone begann und mit dem Tor von Ignatushkin (SIB, 81) endete. Das alles auch noch in Unterzahl.

Das 3:1 war noch schöner anzusehen, wenn man Sibir-Fan ist. Kopeikin kommt aus der Box, läuft zum Tor, erhält einen Pass von Koskiranta (SIB, 40) und locht ein. Lundström hatte zwar kurz vor dem Angriff noch in Richtung Strafbank geblickt, positionierte sich dann aber links, um Koskirantas Schussbahn abzuschirmen. Ein Verteidiger von Admiral konnte sich für Kopeikin nicht finden.

Aber alle Hoffnung war nicht verloren. Schütz schoss sein erstes KHL-Tor (Assist: Bergfors, 10 und Gynge, 11). Die letzten Minuten waren noch mal nervenaufreibend. Lundström ging schon raus, kam aber nochmal zurück, als es einen Face-off in der Verteidigungszone gab. Ein Angriff endete vor dem Tor von Sibir und mit einer wilden Stocherei, wobei gleich mehrere Spiele hinfielen. Schütz durfte bei den letzten Face-offs ran, aber das Spiel endete dann doch 3:2. Verdient für Sibir, muss man sagen. Das Ergebnis hätte auch höher ausfallen können, aber Lundström ist echt gut.

6.9. Amur (650km)

9.9. Sibir (3700km)

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