Casa de la Moneda

Schon seit einer guten Woche wollte ich richtig stellen, was ich im letzten Podcast behauptet habe, sich aber als falsch erwiesen hat. Im Podcast ging es um Bierwerbung in der KHL. Da ich wusste, dass Werbung nicht erlaubt ist, dachte ich, dass es auch wirklich keine Werbung gibt. Aber so ganz stimmt das dann doch nicht. Ich bin mir nicht sicher, wie die Gesetzeslage in Russland ist, nehme aber an, dass Werbung für Bier nur dann verboten ist, wenn sie Menschen zeigt, die Bier trinken oder das Wort „Bier“ benutzt. Anders kann ich mir nicht erklären, wie „Baltika“ der offizielle Sponsor der KHL geworden ist und der Name auf den Banden in den Arenen auftaucht. In Zagreb wird übrigens auch für eine Biermarke Werbung gemacht. Im Artikel wird zumindest angedeutet, dass man beim Sponsorvertrag auf das geltende Recht Rücksicht nehmen musste. Vielleicht schreibe ich in ein paar Wochen wieder einen Beitrag, wenn ich herausgefunden haben, warum ein Markenname nicht unter Werbung fällt. Offenbar war schon 2004 nicht ganz klar, ob die Bandenwerbung unter das Verbot der Fernsehwerbung fällt.

Apropos Werbung. Ich habe heute, da es in der KHL recht still war, das Spiel HC Innsbruck gegen Graz 99ers angesehen. Auf dem Dach der Strafbank prankt ziemlich auffällig der Name „Casa Bianca“. Später habe ich den Namen noch auf der Bande entdeckt und den kurzen Werbeblock über die Lautsprecher der Arena gehört. Casa Bianca ist ein (ziemlich edles, wenn nach dem Internetauftritt gehe) Bordell. Wahrscheinlich ist auch diese Sache schon ein alter Hut und ich bin die Letzte, die darüber schreibt. So ungewöhnlich ist es diese Werbung auch nicht. Ich glaube, es war ein griechischer Fußballverein, der vor Jahren für Furore gesorgt hat, als ein Bordell sogar Trikotsponsor wurde.

So stellt sich Innsbruck im Teaser vor. Nackte Haut geht immer.

Und gewonnen haben sie heute auch, nämlich 4:3 im Shoot-out. Als ich eingeschaltet habe, hatte Graz gerade die Führung. Innsbruck hat gedreht, dann schoss Graz noch den Ausgleich. Die Hütte in Innsbruck sieht übrigens ziemlich hässlich aus. Hat wirklich was von Abstellraum des Tiroler Wasserwerks (Hauptsponsor). Und die ewige Statistikwühlerei findet man auch in der EBEL. Da wurde doch tatsächlich berichtet, dass beide Mannschaften sich schon neunmal im Shoot-out gegenüberstanden und fünfmal eine Mannschaft gewann und viermal die andere. Ist ja interessant. Aber sonst mag ich die Moderation der EBEL eigentlich. Was gibt es Netteres als zwei Österreichern dabei zuzuhören, wie sie ihre Spielanalyse mit lauter englischen Begriffen spieken? 🙂

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