Alle Leinen los in Vladivostok

admiral_2013

Bei Avangard hat man wohl beschlossen, sich von so vielen Spielern wie nur möglich zu trennen. Nach dem Doppelwechsel mit CSKA hat Avangard jetzt Verteidiger Dmitry Vorobyov an Admiral Vladivostok abgegeben. Im Gegenzug kommt Anton Poleshchuk nach Omsk.

Admirals Torwart Evgeny Ivannikov, der zwischenzeitlich die besten Fangquote der Liga führte, hatte Joakim Lundström aus der Starterposition verdrängt. Da sollte es wohl nicht mehr als Schock kommen, dass Lundströms Vertrag vor zwei Tagen aufgelöst wurde. Ersatz hat man auch schon im Finnen Niko Hovinen gefunden. Hovinen hat bis jetzt 18 Spiele für den Tabellenletzten Metallurg Novokuznetsk absolviert – Fangquote 91.6%, Gegentore 3,01. Das macht ihn nur unwesentlich besser als Lundströms 91.5%. Aber – um das Phrasenschwein zu bemühen – neue Besen kehren gut. Ich bin mir sicher, dass Jortikka in Hovinen die Stabilität finden wird, die er bei Lundström vermisst hat. Hovinen ist 1,98 und wiegt 101 kg. Und er ist Finne. Wir alle wissen ja, dass die Finnen zur Zeit als die besten Torhüter der Welt gehandelt werden. Ganz anders als diese lahmen schwedischen Enten, bei denen man nur auf Wunder hoffen kann. 😉

Novokuznetsk holen einen jungen Torwart (Jahrgang 1992) ihrer eigenen Jugendabteilung zurück – Sergei Kostenko hat sich im letzten Jahr in der ECHL versucht, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Hovinen war beim Spiel gegen Ak Bars Kazan nicht in der Aufstellung. Das Ergebnis von 5:1 lässt vermuten, dass es ein grauenvolles Spiel war. In vielerlei Hinsicht stimmt das auch – das Geschehen spielte sich hauptsächlich vor Admirals Tor ab, aber bis zur Hälfte des zweiten Drittels war es torlos. Auch nach dem 1:0, das Alexei Tereshchenko ins Tor gestolpert hat, hatte ich noch Hoffnung auf den Ausgleich. Felix Schütz hatte auch eine absolute Großchance, war allein vorm Tor, aber konnte das Ding nicht versenken. Thomas Vincour schoss das 2:0 ehe das Spiel wegen einer Reihe unglücklicher Aktionen aus dem Ruder lief. Evgeny Bodrov (AKB) erhielt eine kleine Bankstrafe wegen eines Checks gegen den Kopf. Wenig später erhielt Evgeny Grachyov eine Spieldauer-Disziplinarstrafe – ebenfalls für einen Check gegen den Kopf. Ich habe bei Grachyov keine böse Absicht erkannt. Ich glaube, er hat seinen Gegenspieler nicht mal richtig gesehen. Bergfors hat sich dann noch einen Haken erlaubt und plötzlich hieß es 3 zu 5 gegen das beste Powerplay-team der Liga. Das 3:0 ließ dann auch keine halbe Minute auf sich warten.

Danach ist das Spiel ziemlich chaotisch geworden. Ak Bars hatte keine Mühe beim 4:0 und 5:0 (alle in Überzahl erzielt).

Beim 5:1 hat Konstantin Sokolov dann auch noch Ak Bars-Torwart Emil Garipov unglücklich mit dem Schlittschuh am Kopf getroffen. Garipov blieb zwar für die letzten Minuten im Spiel, aber ich wäre nicht überrascht, wenn er das nächste Spiel aussitzt.

Jortikka konnte am Ende nur noch mit dem Kopf schütteln. Admiral ist komplett auseinander gefallen.

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