Olympisches Turnier der Frauenmannschaften

Mittlerweile hat jede der acht Mannschaften im Frauenturnier mindestens einmal gespielt. Die engsten und damit auch spannendsten Spiele waren Russland – Deutschland und Kanada – Finland. In beiden Fällen hat der Außenseiter den Favoriten lange in Schach halten können. Deutschland ist sogar dank eines Weitschusses von Franziska Busch in Führung gegangen. Erst im dritten Drittel hat Russland den Ausgleich geschossen, um dann innerhalb von einer Minute 2:1 und 3:1 nachzulegen. Spätestens nach dem 2:1, als Lanzl, die den Puck ins Tor abgefälscht hat, wie vom Donner gerührt auf der Bank saß, hätte Trainer Kathan eine Auszeit nehmen müssen. Endstand war 4:1 (Tore von Gavrilova, Sosina, Smolentseva). Deutschland ist in den letzten Minuten komplett in sich zusammengefallen, was zum einen zeigt, dass die Russinnen fitter sind aber auch, dass Deutschland die große Turniererfahrung und die Nerven fehlten. Viona Harrer, die deutsche Torwartin, war allerdings Weltklasse.

Genau das kann man auch von der finnischen Torwartin Noora Räty sagen, die ihre Mannschaft ebenfalls mehr als fünfzig Minuten im Spiel gegen Kanada hielt. Kanada wurde seiner Favoritenrollen gerecht. Mit einer gewissen Lässigkeit, die sich in ungenauen Pässen und verspielten Kombinationen ausdrückte, ins Spiel gegangen, wurden sie vom finnischen Forechecking überrumpelt. Dennoch hat Kanada natürlich die bessere Schussbilanz (81 zu 28) nach den ersten 40 Minuten. Tja, nur ist dabei lange kein Tor rausgesprungen. Das Erste kam dann von Agosta-Marciano, das Zweite von Hefford und das Dritte von Johnston. Endstand 0:3.

Die USA fühlt sich in ihrer Favoritenrolle sichtlich wohler. Finland hat man 3:1 besiegt, die Schweiz mit 9:0. Dabei haben die Amerikanerinnen den fittesten Eindruck des Turniers gemacht. Nicht nur aufgrund ihrer Laufgeschwindigkeit sondern auch wegen ihres Scheibensicherheit. Im Moment sehen sie auch wesentlich stärker aus als die Kanadierinnen. Russland würde ich rein körperlich auf dem Niveau von Kanada einschätzen. Außerdem haben sie natürlich den Heimvorteil, aber das kann auch einen immensen Druck aufbauen, wie man im Spiel gegen Deutschland sehen konnte.

Neben Räty und Harrer ist auch die schweizerische Torhüterin Schelling als Ass hervorgetreten. Ein Spiel zwischen Finland und der Schweiz im Viertelfinale wäre sicherlich sehenswert.

Als nächstes stehen aber erst einmal die weiteren Spiele in Gruppe B an. Das sind Russland  – Japan und Deutschland – Schweden.

russland_w025 japan_w025 (16:00)

deutschland_w025 schweden_w025 (11:00 in Deutschland auf Sport1 und auf ARD/ZDF im Livestream)

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