Schiff sicher im Hafen (Admiral in den Play-offs!)

Ein hart erkämpfter Sieg hat Admiral den letzten Play-off-Platz gesichert. Amur hat 39 Mal auf Ivannikovs Tor geschossen, aber nur einmal getroffen. Admiral sah bis zum ersten Tor in der 28. Minute (Sololauf von Hodgman in Überzahl) ziemlich unsicher aus. Das Überzahlspiel, das zu Hodgmans Tor führte, kam dadurch zustande, dass ein Admiralspieler einen Break-away erzwingen wollte und Artyom Sedunov ihn abdrängte. Der Schiri entschied auf Behinderung. Wenn das eine Behinderung war, dann bleibt Abwehrspielern in Zukunft wohl nur, den Angreifern den Weg freizuräumen. Die Schiedrichter haben wirklich alles abgepfiffen.

Das zweite Tor ging allerdings auf Kosten von Torwart Murygin, der einen Weitschuss von der blauen Linie (Naumenkov mit seinem ersten Saisontor für Admiral) nicht parieren konnte. Nach diesem 2:0 sah der Tabellenletzte fertig aus – hängende Schulter sagten „hier geht nichts mehr“. Als Bergfors dann auch noch im Tik-tak-toe Spiel das 3:0 machte, wurden in Chelyabinsk schon die Taschentücher gezückt. Ein bisschen Hoffnung konnten die Fans von Traktor noch mal schöpfen, als Yunkov kurz vor Ende des Drittels einen Hechtsprung Richtung Admiraltor machte, auf Ivannikov landete und die Scheibe im Tor unterbringen konnte.

Das letzte Drittel blieb dann bis 3 Minuten vor Ende torlos. Dann nahm Amur beim Bully in Admirals Hälfte Murygin raus und stellte sechs Feldspieler auf. Schütz gewann diesen Bully aber, spielte zu Vorobyov zurück und der konnte dann von der eigenen Torlinie aus das leere Tor von Amur treffen. 4:1 Endstand.

Es war kein schönes Spiel, aber Sieg bleibt Sieg. Admiral steht damit in den Play-offs (PO). Traktor hat zudem im Penaltyschießen 2:3 gegen Ak Bars verloren, wobei ihnen zu diesem Zeitpunkt bereits klar war, dass auch ein Sieg nicht mehr reichen würde, um Admiral von Platz acht zu verdrängen. In der ersten PO-Runde geht es gegen den Sieger der Kharlamov-Division und Erstplatzierten der Ostkonferenz Metallurg Magnitogorsk.

Schütz schließt die reguläre Saison mit 38 Scorerpunkten (16T, 22A) und damit voraussichtlich als Top-20-Scorer der KHL. Was für ein Erfolg!

Ivannikov braucht sich mit seiner 93.2% Fanquote auch nicht verstecken. Ich habe heute noch mal einen Blick auf die Defensive geworfen, die sich im Laufe der Saison personell stark verändert hat. Admiral hat Pyett, Vorobyov und Naumenkov dazugewonnen, Commodore ist ebenfalls eine Verstärkung. Auf Osipov konnte man sich auch am Anfang der Saison verlassen und Antropov, der anfangs gewaltige Schnitzer hatte, hat sich ebenfalls gut entwickelt. Ternavsky ist abgerutscht, gehört aber zu der Sorte Spieler, denen man lieber nicht krumm kommen* sollte.

+++

Das Beste vom Rest: Eigenartiger Spieltag. Im Spiel Sibir – Novokuznetsk kann Sibir einen 6:1 Zwischenstand einstellen, nur um dann vier Tore zuzulassen. Das Spiel endete mit 6:5. Und natürlich hat keiner der Stammtorhüter das Spiel beendet.

Spartak Moskau wird aufgrund der anhaltenden angespannten Finanzlage heute das letzte Spiel der Saison spielen. Die Liga hat es Spartak gestattet, auf die Teilnahme beim Nadezhda Cup zu verzichten. Ich hoffe, dass es nicht das endgültig letzte Spiel von Spartak sein wird.

(credit: championat.com

(credit: championat.com)

Ich werde in einer guten Stunde das Spiel zwischen Riga und Donbass ansehen, in dem noch entschieden wird, wer die Saison als Vierter und als Fünfter der Westkonferenz beendet. Es winkt die Aussicht auf das Heimrecht.

Meine Vorhersagen für die Play-offs: Ich denke, Lev Prag wird den Gagarin Cup gewinnen und Atlant wird den Nadezhda Cup abstauben.

*jmd. krumm kommen = jmd. dumm anmachen, Streit suchen

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