Tag 4 (Wunderliches in der Westkonferenz)

play-offs tag 04
 
Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Das ist bei der Tabelle am Tag 4 der Viertelfinale nicht der Fall.
 
№17
Lokomotiv 2
Dynamo Msk 1
1:0 | 0:0 | 1:1
 
Trotz eines Penaltytreffers von Leo Komarov, der die Führung von Platt zwischenzeitlich zunichte machte, konnte Loko sich aufraffen und das in der 47. Minute von Petrov geschossene 2:1 (von Yeryomenko mit einem Schulterzucken kommentiert) über die Zeit retten.
 
 
№18
CSKA 1
SKA 2

OT

1:0 | 0:1 | 0:0 | 0:1
 
Angeblich wird ja in der KHL weniger gecheckt und gekämpft als in der NHL. Die Play-offs krempeln diese Annahme komplett um. Es gab schon so einige Keilereien, aber das Spiel von CSKA-SKA war bis jetzt das heftigste. Bereits in den ersten Minuten gab es heftige Auseinandersetzungen. Die SKA-Spieler haben alles gecheckt, was bei drei nicht auf den Bäumen war. Trotzdem hat Grigorenko das 1:0 für CSKA geschossen. Kurz vor Ende der ersten Drittels gab es eine Schlägerei. Angefangen hat Chudinov, der nach dem Abpfiff vor Salaks Tor einen der CSKA-Spieler boxte. Ketov und Mursak (CSKA) sind zu Bodenen gegangen. Kaum war dieser Kampf unter Kontrolle (man merke: Kontrolle in der KHL heißt zwei Schiris, die sich auf dich werfen), ging es mit Fefelov (CSKA) und Misharin weiter. Eine minutenlange Unterbrechung war die Folge.
 
Aber es kam noch schlimmer. Genau zum Ende des ersten Drittels hat Prokhorkin Dallman mit seinem Ellenbogen ausgebremst. Dallman ging nicht zu Boden, aber sein Mitspieler Alexandrov schickte Prokhorkin auf das Eis. Den Faustschlag hat man entweder nicht von Kameras einfangen können (die meisten Spieler waren praktisch schon auf dem Weg zur Kabine) oder nicht zeigen wollen. Alexandrov hat 5+20 erhalten und SKA wusste dann für den Rest des Spiels mit 5 Verteidigern antreten. Nach dem 1:1 von Thoresen und der Verlängerung hätte sich diese Taktik rächen können, aber Roman Cervenka hat SKA dann nach 10 Minuten Overtime erlöst. Sein Tor fiel auch in Überzahl (die könnte es auch anders sein bei insgesamt 79 PIM?), aber das Slashing von Saprykin war keins. Saprykin wurde vor Salaks Tor gestoßen und der Schläger eines SKA-Spieler ging dabei kaputt. Cervenkas Siegtreffer war dann ein weicher Schuss von der blauen Linie.
 
№19
Medvescak 2
Lev 5
0:0 | 2:2 | 0:3
 
Das erste Tor fiel in der Mitte des zweiten Drittels. Lev bekommt den Puck in Unterzahl. Thörnberg verfehlt beim ersten Schuss und dreht hinterm Tor ab. Obwohl drei Medvescak-Spieler wieder zurückgelaufen waren, kann Zackrisson die Scheibe zurücklegen. Thörnberg hat seine Umdrehung beendet, nimmt an und kann sich die Ecke aussuchen, da er sich nun im Rücken der Medvescak-Spieler befindet. Beim 0:2 sah Medvescak ebenfalls unglücklich aus. Die Scheibe kommt von oben, Foster will sie mit der Hand wegschlagen, verfehlt und Repik nimmt sie wie ein Tennisspieler an und bringt sie ins Tor. Medvescak hat sich dann wegen zu hohen Stocks beschwert, aber ohne Erfolg.
 
Kane konnte zum 1:2 verkürzen. Dann musste Medvescak einen 5 zu 3 Situation überstehen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels hat Sevc (Lev) nochmal alles riskiert, um den Vorsprung von Lev zu retten. Er hat Martinovic zu Fall gebracht, ist selbst gestürzt und hat dann an einer sehr weichen Stelle seines Körpers Bekanntschaft mit dem Tor gemacht. Martinovic wurde ein PS zugesprochen, den er stilsicher in ein Tor verwandelte.
 
Die Ausgangssituation sah für Medvescak nun wieder gut aus. Aber irgendwie ist bei denen der Wurm drin. Ullström konnte locker zum 2:3 einlochen (umgeben von vier Med-Spielern). Das 2:4 von Thörnberg hüpfte unter Brusts Arm durch. Beim 2:5 konnte Medvescak die Scheibe nicht schnell genug klären. Andrew Murray bekommt die Scheibe vor dem eigenen Tor zugespielt, wird aber sofort von Petr Vrana angegangen und ausgespielt. Sein Handgelenksschuss zum 2:5 ist dann nur noch Formsache. Ich habe den Eindruck Medvescak glaubt selbst nicht mehr an ein Weiterkommen im Viertelfinale. Schade, denn ihre Fans haben bis zum Ende Stimmung gemacht.
 
 
№20
Dinamo R 7
Donbass 3
1:1 | 3:2 | 3:0
 
Ein völlig verrücktes Spiel. Donbass hat verdient geführt, bis Meija und Hossa praktisch identische Tore zum 3:3 und 4:3 geschossen haben. Leighton durfte die ersten Minuten des dritten Drittels spielen, aber nach dem 5:3 durch Dzerins wurde er von Laco ersetzt. Nicht, dass das geholfen hätte. Laco kassierte innerhalb von fünf Minuten zwei weitere Tore. Telllqvist wurde bereits nach 30 Minuten von Sedlacek ersetzt. Welcher Torwart bekommt den Starterplatz im nächsten Spiel?
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