Halbfinale Spiel 6 (Aus die Maus!)

playoffs halbfinale 06

Lokomotiv – SKA (2:0) :  Wieder habe ich ein komplett anderes Spiel gesehen. Beide Mannschaften begannen vorsichtig und haben in den ersten zwei Dritteln eine gute Defensive gezeigt. Leider waren auch einige unnötige Fouls dabei. Allen voran ging da Chudinov, der Galimovs Gebiss mit seinem Schläger auf Schwachstellen überprüfte, ohne dass es der Schiedsrichter sah und einige Minuten später Plotnikov einen Schlag gegen den Hinterkopf verpasste. Das 1:0 von Petrov war ein schöner Direktschuss (Vorlage Platt) in die obere Ecke. Salak wurde die Sicht von Redlihs und Alexandrov vorm Tor genommen. Das 2:0 von Vishnekvsky was ebenfalls gut herausgespielt. Die Scheibe wurde nach vorne und wieder nach hinten gereicht, so dass alle Verteidiger beschäftigt waren. Vishnevsky konnte so um Salak und Chudinov herumfahren und einlochen. Danach brauchte SKA einige Minuten, um sich wieder zu fangen. Aber auch der zusätzliche Angreifer brachte am Ende nichts ein und Loko heimste den Sieg und die Serie ein.

Donbass – Lev (0:1): Das Spiel fand in Donetsk statt. Leider müssen einige CDs abhanden gekommen sein, denn die Arenamusik bestand im Wesentlichen aus drei Liedern, die den ganzen Abend wiederholt wurden – alles „Best of 80s/90s Rock“. Final Countdown, „The show must go on“ von Queen etc. Leider hat sich Queen’s Hymne nicht bewahrheitet. Das Ergebnis täuscht gewaltig über die erneuten Fehlentscheidungen der Schiedsrichter hinweg. Es begann mit Sekac’s Direktschuss, der reinging, bevor ein Donbassspieler bewusst das Tor verrückte. Die Videorichter entschieden, dass es kein Tor war.

10 Minuten später war es Donbass, die Opfer der frühen Pfeife des Schiris wurden. Engren hatte die Scheibe für einen Moment, ließ sie dann aber fallen, so dass sie ein Donbassspieler ins Netz beförderte, doch der Schiri hatte bereits abgepfiffen und winkte ab.

Es hätte also durchaus 1:2 stehen können. Das einzige erlaubte Tor des Abends kam von Nemec (Vorlage Azevedo).

Parade des Abends (wohl eher des Jahres) kam von Atte Engren, der wohl Augen im Hinterkopf hat.

Atte Engren hat von den Großen der rhythmischen Sportgymnastik gelernt.

Atte Engren hat von den Großen der rhythmischen Sportgymnastik gelernt.

 

Salavat – Barys (3:2): Eine seltsame Torsituation gab es auch in Ufa kurz vor Ende des Spiels, als Salavat ein letztes Powerplay bekam, die Scheibe an den Pfosten flog und das Torlicht anging. Die Spieler hatten bereits die Arme hochgerissen (Salavat) bzw. die Schultern hängen lassen (Barys), aber der Schiri pfiff nicht und gestikulierte, dass es kein Tor war. Keine der Mannschaften konnte die Verwirrung nutzen. Barys war kurz zuvor dank eines Überzahltors von Dawes noch einmal gefährlich herangekommen und das Powerplay von Salavat hätte ebenfalls fast zu einem Barys-Tor geführt. Normalerweise sollte eine Mannschaft in Unterzahl es nicht schaffen, der anderen in der eigenen Hälfte die Scheibe abzuluchsen. Das kommt davon, wenn man auf Verwaltung spielt (s.a. Lokomotivs Spiel 5).

Salavat hat wirklich alles aufs Tor von Yeremeyev geworfen, der sich gut, aber nicht gut genug geschlagen hat. Bei 3:1 hat er zu spät reagiert.

+

Im Westen spielen Magnitogorsk (1) und Salavat (4) im Konferenzfinale, im Osten sind es Lev (3) und Lokomotiv (8). Wer das vorhergesagt hat, darf sich selbst auf die Schulter klopfen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s